Canon EF L USM IS 4,5-5,6 100-400 mm 

       Canon_100-400_Kopie

 

Was dieses Zoom an technischen Feinheiten zu bieten hat und wie es gefertigt ist, läßt sich in allen möglichen Firmeninformationen, Fachzeitschriften und Foren nachlesen. Es besteht die Gefahr, daß diese technische Informationsüberflutung zu einer unbewußten Abwehrhaltung führt, da wir als  Fotografen letztendlich kaum in der Lage sind, Meßkurven richtig zu interpretieren, was davon für den fotografischen Alltag von Belang ist. Zu dieser grundsätzlichen Unsicherheit gesellen sich dann so manche negative Aussagen von Forenmitgliedern, die einem die Anschaffung erschweren können. Auch mir waren etliche Negativpunkte vor dem Kaufentschluss ein Hindernis: - Zoom erreicht nie die Qualität einer Festbrennweite, - Schiebezoom ist unpraktisch, - "Lichtschwäche", - Gewicht... Diese Argumente stammen glaub ich eher von Leuten, die diese Optik noch nie in der Hand hatten und von ihren Vorurteilen leben. Was läßt sich jetzt aus der praktischen Erfahrung eines Naturfotografen sagen? Da ist einmal zu unterscheiden, ob ich Fotourlaub total mache - z.B.: wenn ich in den Seewinkel fahre, wo ich alles ins Auto packe für Foto und Video, was irgendwie brauchbar sein könnte und da ist mir "Gewicht" kein Problem, weil ich es nicht weit tragen muß - oder ob ich eine Reise mache in ein anderes Land, wo das Fluggepäck schon meine Begeisterung in Schranken weist und wo ich dann den ganzen Tag das Gewicht der Fotoausrüstung am Buckel habe. So müssen wir im Leben stets Kompromisse machen. Und das Canon 100-400 ist nicht einmal ein Kompromiß, sondern  eine gelungene Verdichtung vieler Vorzüge in ein Produkt. Es ist einmal "handsam": ca 19 cm Staumaß (vom Anschlag an der Kamera bis zur vorderen Linsenfassung gemessen) und ca. 27 cm in 400-Telestellung bei einem Gewicht von gut 1,5 kg ! Das ist einmal das stärkste Plus dieses Objektivs! Das nächste Plus ist eben die Variabilität der Brennweite, die ich ganz schnell anpassen kann - eben mit Hilfe des Schiebe-Zooms. Was machen sie im Fall, daß ihnen ein Reiher aus dem Schilfdickicht erscheint,  wenn sie ein 400mm Schwergewicht an der Kamera haben und sie feststellen müssen, daß dieses Vieh so nahe ist, daß sie entweder den Kopf oder die Füsse "abschneiden" müssen (geschweige, daß man noch die herrliche Spiegelung mit drauf kriegt): sie pizzeln oder fluchen! Mit dem Zoom machen sie ihre Traumaufnahme. Die nächste ist dran, wenn der Vogel majestätisch abhebt und Richtung Nest abfliegt. Mit dem Zoom schaffen sie es locker dank IS und Minimalgewicht. Bei einem 4- oder 5-Hunderter, das bei knapp 4kg (4,0/500mm) anfängt und beim 2,8/400 (sofern sie überhaupt eines haben!) bei 5,3 kg aufhört, werden sie sich schon etwas schwerer tun, brauchbare Serienaufnahmen zu schießen. Ich drucke meine Lieblingsbilder selber in A3 aus und stelle fest, daß Abbildungsleistung für dieses Format immer noch mehr als ausreichend ist. Bei Standbildern brauche ich keinen Vergleich anstreben; da punktet eine Festbrennweite mit Auflösungsvermögen und Kontrast,teilweise mit Lichtstärke, daß einem der Mund offen bleibt für längere Zeit (nicht wegen des Preises).

 

Flugstorch
Weißstorch-Flug

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Knäkente

Vergleiche dazu auch die Test-Tafel-Aufnahme des Canon 100-400 beim Kapitel: Sigma 300-800

 

Kommentare  

#2 Guest 2012-06-12 11:32
Seit 2009 habe ich eine Canon 50D und als immer drauf das Canon 28 - 300 mm L Obejektiv. Beises wigt zsammen 3,3 kg. Mit dieser Kombination gehe ich auch auf Reisen. Decke damikt Fotos ab von Makro bis Tele. Für Tieraufnahmen habe ich noch das Sigma 150 - 500 mm und bin mit beiden sehr zu frieden
#1 Guest 2010-03-12 10:20
Sehr interessant und auch für einen "Spiegelreflex - Laien" verständlich beschrieben.
Man erwartet quasi voller Ungeduld die Fortsetzung !

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